NAJU Internationales

Begleite die internationalen Aktivitäten des Bundesverbandes der Naturschutzjugend (NAJU) im NABU.

16. Tag: die allerletzten Stunden der COP und Sight-Seeing in Hyderabad

Bevor ich euch von unserem Stadtausflug am Samstag berichte, noch ein kleiner Nachtrag zu Freitag Nacht dem endgültigen Ende der COP11: Es war sehr viel Geduld und Sitzfleisch gefragt, denn nach dem Empfang von Südkorea, saßen wir alle in der großen Plenumshalle und warteten darauf, dass sich die Vertragsstaaten endlich auf gemeinsame Ziele für das Topthema dieser COP- Ressourcen Mobilisierung einigten. Auf den großen Anzeigetafeln wurde die Zeit für den Beginn der finalen Plenumssitzung im halbstunden Takt ständig nach hinten verschoben, sodass uns bis zum Schluss unklar war, wann es wieder los gehen sollte und wie lange es dann dauert. Gut war, dass auch alle anderen NGO Vertreter zusammen mit uns warteten, sodass wir die Gelegenheit nutzen konnten, um nochmal mit all den vielen Leuten, welche man im Laufe der letzten zwei Wochen getroffen hatte zu plaudern und uns zu verabschieden.
Gegen 1Uhr kam dann endlich die erlösende Nachricht, dass es nun weitergehen würde. Wir stürzten uns natürlich sofort auf den entsprechenden Beschlussentwurf und fanden darin, dass die Geberländer die finanziellen Mittel für Biodiversität bis 2015 verdoppeln werden und dass die Entwicklungsländer in ihrer nationalen Priorität Biodiversität stärker berücksichtigen. Mit diesem Ergebnis waren wir eigentlich ganz zufrieden, etwas schade ist, dass alle formulierten Ziele nur „vorläufige Ziele“ sind und auf der nächsten COP in zwei Jahren vieles wohl nochmal neu ausdiskutiert wird. Insgesamt war es aber sicher ein Schritt in die richtige Richtung auf dem weiter aufgebaut werden kann und der mehr Geld für Biodiversitätsschutz gewährleistet.


Gegen 3:30 war dann die COP offiziell zu Ende, wir ließen es uns anschließend nicht nehmen noch schnell ein Foto mit CBD Sekretariatschef Braulio Dias zu machen und ihn auf einen Besuch nach Deutschland einzuladen. Müde, aber glücklich verließen wir gegen 4 Uhr dann endgültig das Konferenzzentrum.

Am nächsten morgen ging es dann nach wenig Schlaf um 10:30 Uhr los, auf einen gemeinsamen GYBN-Stadtausflug in Hyderabad! Unsere indischen Freunde Swetha und Nymisha, sowie Melina und Magin von Brasilien und Kanada begleiteten.
Da wir bisher immer Bus oder Riksha gefahren sind, beschlossen wir dieses mal mit dem Zug zu reisen, was hier in Indien auch das günstigste ist. Als der Zug einrollte, stellten wir überrascht fest, dass die Waggons nach Männern und Frauen getrennt sind (wie alles in Indien;)) und wir Männer schafften es gerade noch in einen anderen Waggon zu springen. Der Zug selbst fuhr recht langsam, was aber auch gut war, denn er hatte keine Türen und nur sehr wenige Sitzplätze.

Nach einer Stunde fahrt erreichten wir unseren Zielbahnhof und fuhren von dort mit der Riksha weiter zu unserem Sight-Seeing Ziel – das Golconda Fort. Diese palastartige, rießige Befestigungsanlage ist wirklich ein beeindruckendes Bauwerk, sodass wir uns schnell einig waren ,dass sich die kleine Reise hier hin gelohnt hat.

Wir betraten die Anlage und machten uns auf den Aufstieg, denn die ganze Anlage erstreckt sich an einem großen Hügel an dessen Spitze ein großes steinernes Gebäude thront. Wir erfuhren, dass die Anlage schon seit dem 16 Jhd. existiert und seine Besitzer meist über 200 Frauen hatten. Die alten oft schmuckvoll verzierten Palastanlagen zeigten uns, dass hier schon sehr früh eine Hochkultur gelebt haben muss. Gekrönt wurde das Ganze dann durch den sensationellen Blick auf dem Dachbalkon des Gebäudes auf der Spitze des Hügels. Von dort konnten wir über die ganze Stadt sehen und hatten einen herrlichen Ausblick. Etwas nervig waren dagegen, die ständigen Anfragen der Inder mit uns ein Foto machen zu wollen, sodass wir jetzt auf unzähligen indischen Fotos verewigt sind.

Als wir das Golconda Fort verließen, war es schon später Nachmittag und wir beschlossen in die Innenstadt zu fahren, um Sarees und Mitbringsel für Deutschland zu kaufen. Auf dem Weg dorthin begann es dann in Strömen zu regnen und da die Rikshas vorallem an den Seiten eine beachtliche Menge Wasser hereinlassen, wurden die meisten von uns ziemlich nass.


Danach konnten wir uns aber in der Shopping Mall so richtig austoben und die meisten von uns deckten sich kräftig mit Sarees, Kleidern und anderen indischen Geschenken ein. Ob das alles in die Koffer passt wird sich morgen zeigen ;). Am späteren Abend gingen wir dann noch in einem kleinen Club innerhalb der Shopping Mall tanzen und feierten gemeinsam die erfolgreiche Zusammenarbeit auf dieser COP. Die Musik war dort jedoch so unangenehm laut, dass die meisten von uns nicht unglücklich waren, als dieser bereits um 0 Uhr den Laden dicht machte. Müde nach einem langen Tag in der Stadt und voll bepackt mit unseren Einkäufen ging es dann per Taxi zurück in unser Hotel und ein schöner Tag fand damit sein Ende.


Beste Grüße,
Christoph

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